Solid Edge Synchronous Technology

Solid Edge – Wiederverwendung von Konstruktionsdetails (Video 4/4)

Kürzere Konstruktionszeiten durch Wiederverwendung von Konstruktionsdetails

Die meisten Entwicklungsingenieure arbeiten heutzutage in einer Multi CAD-Umgebung, wie Solid Edge, in der Daten importiert und bearbeitet werden müssen. Und das unabhängig von der Software mit der die Daten erstellt wurden.

Solid Edge 2D-Zeichungen im 3D-Raum bearbeiten

Im Video erfahren Sie, wie Sie mit der enormen Leistungsfähigkeit der Synchronous Technology in Solid Edge 2D-Zeichnungen einfach durch „Öffnen“ importieren. Anschließend können Sie die Daten im 3D-Raum verkleinern (push), vergrößern (pull), bemaßen und so das gewünschte Ergebnis erzielen.

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Solid Edge ist mit Reverse Engineering, Convergent Modelling und Generative Design die Konstruktion der nächsten Generation.

Wir empfehlen zusätzlich zum Thema Synchronous Technology in Solid Edge die Beiträge: Importierte 3D-Daten bearbeiten, Schnelles Bearbeiten mehrerer Teile und Unerwartete Konstruktionsänderungen.

In 10 Schritten zur Lastenheftanalyse, Lastenheft Analyse

In 10 Schritten zur Lastenheftanalyse

Lastenhefte und deren Analyse

Warum Lastenhefte?

Die Lastenheftanalyse ist ein essentieller Schritt, um einen Überblick der Kundenwünsche zu erhalten und ein wichtiges Instrument um Lieferanten die erwarteten Anforderungen weiterzugeben.

Nach der DIN 69901-5 werden als Lastenhefte die „vom Auftraggeber festgelegte Gesamtheit der Forderungen an die Lieferungen und Leistungen eines Auftragnehmers innerhalb eines Auftrages“ bezeichnet.

So sieht es in der Praxis aus

Häufig müssen Ingenieure die eingehenden Lastenhefte bewerten und analysieren. Oftmals kommen die Lastenhefte als PDF-Dateien oder als fertiges Modul für ein Requirement Tool.

Leider kommt es oft vor, dass Produktmanager, die oftmals nicht über das technische Verständnis verfügen oder Entwicklungsingenieure deren Zeitkapazität stark begrenzt ist, diese Lastenhefte analysieren müssen.

Bei einigen Lastenheften ist zu erkennen, dass diese nach einem Baukasten zusammengestellt sind und bestimmte Abschnitte sich daher widersprechen. Weiterhin sind Begriffe, wie „Lastenheft“, „Pflichtenheft“ oder „Spezifikation“ nicht eindeutig abgegrenzt und werden häufig miteinander vermischt.

In 10 Schritten zur Bewertung eines Lastenheftes

1. Vollständigkeit klären

  • grob durchlesen und verstehen, was beschrieben wird
  • Skizzen in Präsentationen vom Verfasser erläutern lassen
  • prüfen, ob alle relevanten Informationen vorliegen

2. Referenzanalyse

  • Lastenheft auf Verweis nach anderen Spezifikationen analysieren (z.B. interne oder externe Normen oder Verweise auf das gesamte System)
  • alle Dokumente besorgen und bewerten, ob diese für das Entwicklungssystem relevant sind (z.B. bei Entwicklung eines LIN-Systems können alle anderen Busschnittstellen wie z.B. CAN übersprungen werden)
  • Referenzliste erstellen und nach Relevanz bewerten mit folgenden Einstufungen:
    • A = hoch relevant, wird überprüft
    • B = teilweise relevant, sollte überprüft werden
    • C = Standard Relevanz, kann überprüft werden
    • D = relevant für das Projekt, aber von Spezialisten abgedeckt
  • Besteht System aus verschiedenen Subsystemen diese Referenzen nach Subsystemen anordnen
  • Ergebnis = Überblick über die Referenzen im Lastenheft

3. In editierbares Format übertragen

  • Ziel: jeder Satz ist separat in einer Tabelle aufgelistet
  • wenn kein Requirement Management wie ReqMan vorhanden ist funktioniert dies auch mit Excel
  • einzelnen Sätze mittels Skript oder PDF-Editor in Tabelle übertragen (Sätze vereinzeln: über simplen Texteditor –> CSV-Datei erstellen –> in Excel importieren)
  • wenn nötig Ergebnis noch „verschönern“

4. eindeutige ID’s vergeben

  • jedem vereinzeltem Satz eine eindeutige ID vergeben (Spalte vor Satz einfügen und durchnummerieren)
  • Beispiel für ID-Konvention: [Systemname]_[Kunde]_[fortlaufende Nummer] –> Vorteil bei Onlinemeetings oder Abstimmungem

5. Anforderungstyp zuweisen

  • Relevanz der Anforderungen für das System bewerten
  • Tipp für Einstufungen:
    • Heading –> Identifikation der Überschriften
    • Requirement (Req) –> Identifikation einer echten Anforderung
    • Requirement Information (ReqInfo) –> Information zu einer Anforderung
    • Dokument Information (DokInfo) –> Information zum vorliegenden Dokument

6. Betroffene Domäne zuweisen

  • zur Klärung der Anforderungen mit Spezialisten bei der Bewertung
  • Tipp für Einstufungen:
    • Projekt –> Anforderungen, die das Projekt und nicht das System betreffen
    • System –> Anforderungen, die das System als Ganzes betreffen
    • Mechanik –> Anforderungen, die die Mechanik betreffen
    • Hardware –> Anforderungen, die die Hardware betreffen
    • Software –> Anforderungen, die die Software betreffen
    • Testing –> Anforderungen, die den Testbereich betreffen
  • Anforderungen können auch mehrere Zuweisungen beinhalten

7. Anforderung einen Status zuweisen

  • Tipp für Einstufungen:
    • n/a (nicht anwendbar) -> für Überschriften
    • offen -> noch nicht bearbeitet
    • in Arbeit -> ist in Bearbeitung
    • in Klärung -> wird gerade geklärt
    • Rückblick -> wird gerade aufgearbeitet
    • Abgeschlossen -> ist abgeschlossen

Jede Anforderung beginnt mit „offen“ und endet mit „abgeschlossen“, ausgenommen die Überschriften n/a.
Mit dieser Vorgehensweise können Sie zu jeder Zeit den Ergebnisstatus nachvollziehen.

8. Anforderungen klären

  • ca. 20% der Anforderungen erfordern meist eine gründliche Nachfrage
  • Tipp: alle Fragen und Antworten in einem separaten Bemerkungsfeld hinter dem Anforderungssatz dokumentieren

9. Anforderung abschließend bewerten

  • mit Befehlen „akzeptiert“, „teilweise akzeptiert“, „nicht akzeptiert“ arbeiten
  • aus Kundenwünschen entscheiden, abweisen oder Alternative anbieten und im Bemerkungsfeld dokumentieren

10. Zusätzliche Tipps

  1. Templates einsetzen
    • Templates zur Erstellung eines Schemas, damit Sie nichts vergessen
  2. Schnittstelle um Aufwand abzuschätzen
    • Die Bewertung benötigen sie für die Schätzung des Aufwandes, was wichtig für die Erstellung einer Release ist
  3. Lernen schnell zu lesen
  4. Aufwand nicht unterschätzen
    • 10-15% Entwicklungsaufwand für ein Projekt sind ein guter Wert
    • bei sicherheitskritischen oder komplexen Lastenheften kann es auch mehr werden

Das Ergebnis

Die bewertete Liste der Anforderungen kann zusammen mit dem kaufmännischen Teil in Form eines Angebots an den Kunden versendet werden.


Den kompletten Artikel zum Thema Lastenheftanalyse von Maik Pfingsten.

ReqMan analysiert und bewertet Ihre Lastenhefte in Minuten statt Tagen und im digitalen Zeitalter ganz automatisiert.

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Synchronous Technology in Solid Edge

Solid Edge Synchronous Technology – Importierte 3D-Daten bearbeiten (Video 3/4)

Schnell und einfach importierte 3D-Daten bearbeiten

Die Synchronous Technology in Solid Edge.

Die meisten Entwicklungsingenieure arbeiten in einer Multi-CAD-Umgebung, in der Sie Daten importieren und bearbeiten müssen, unabhängig von der Software, mit der Sie diese Daten erstellt haben.

Erfahren Sie im Video, wie Sie mit der enormen Leistungsfähigkeit der Synchronous Technology in Solid Edge 2D-Zeichnungen einfach mittels „Öffnen“ importieren und im 3D-Raum verkleinern, vergrößern und bemaßen können, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

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Digitalisierung von Produktentwicklung und Prozessen

Smarte Produkte erfordern ein Umdenken bei Produktstrukturen und Prozessen

Digitalisierung, Integration, Interdisziplinarität und Förderation

Das Internet der Dinge und darauf basierende Forschungsinitiativen des BMBF (Industrie 4.0, Digitalisierung/internetbasierte Dienstleistungen) gehen in der Zukunft von vernetzten Produkten, Systemen und Dienstleistungen aus. Der wertmäßige Anteil an Elektronik und Software wird bei dieser Art von Produkten und eingebetteten Dienstleistungen kontinuierlich steigen.

Kommunizieren Produkte miteinander, wird von Cyber-Physical Systems bzw. Cybertronischen Systemen gesprochen. Die Entwicklung dieser neuen Systeme wird mehrere Konsequenzen nach sich ziehen: interdisziplinäre und integrierte Produktentwicklung, ein Überdenken heutiger Konstruktionsmethoden, Prozesse, IT-Lösungen und Organisationsformen sowie die Forderung nach durchgängigen Prozessketten basierend auf digitalen Modellen in der Produktentwicklung, Produktionsplanung, Produktion und Service.

Siemens Industry Software und die TU Kaiserslautern haben ein wissenswertes Whitepaper zu diesem Thema verfasst und folgende Schwerpunkte näher erläutert:

  • Industrie 4.0 und Digitalisierung
  • Produktstrukturen im Wandel der Zeit
  • Klassische hierarchische Stücklisten
  • Digitalisierung des Produkt- und Prozessmodells
  • Änderungen der zukünftigen Produktstrukturen
  • Zukünftige Prozess- und IT-Architektur

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