Verbesserte Qualität bei FDM 3D-Druck Teilen

Verbesserte Qualität bei FDM-Druckteilen

Forscher tüfteln an verbesserter Qualität bei FDM-3D-Druckobjekten

Durch die Eliminierung von mikroskopischen Strukturdefekten will ein Forscher Team in einer neuen Studie die Qualität von 3D-Druckteilen verbessern.

Das FDM-Verfahren (Fused Deposition Modelling) entwickelt sich ständig weiter und ist bei vielen Anwendern sehr beliebt. Doch hat auch dieses Verfahren seine Schwachstellen, wie zum Beispiel schlechte Haftung, Porosität und damit verbunden mangelnde Dichtungseigenschaften, welche in der Industrie und Medizin eine wichtige Rolle spielen.

Die Studie

Verschiedene Grundformen, wie Pyramide, Zylinder, Kegel, Kugel etc. wurden mit vielfältigen Materialien im Rahmen der Forschungsarbeiten gedruckt. Dabei kam ein Picaso 250 Designer Pro zum Einsatz.
Die Forscher entwickelten ein gesondertes System, um die Qualität der Objekte nach dem Druck zu sichern. Ein flexibles Rohr verbindet dabei die Objekte mit einem Luftkompressor. Anschließend wurde das System in einen transparenten Glasbehälter (mit Wasser gefüllt) gegeben.

Das Team variierte mehrere Parameter bei den Formen und fand heraus, dass die Porosität am stärksten vom Extrusions-Multiplikator abhängt. Der Extrusionsmultiplikator steuert die Extrusionsflussrate (Volumen des geschmolzenen Kunststoff-Materials, das pro Zeiteinheit durch die Düse extrudiert wird).


Für das Experiment wurden die Materialien PLA, ABS, Nylon, kohlefaserverstärktes Nylon, PETG und PP verwendet. Ergebnis: Unabhängig vom Filament beeinflusst ein Extrusions-Multiplikator die Porosität am ehesten. Demzufolge gilt, je niedriger der Multiplikator ist, desto höher die Porosität.

Ecken und Kanten weisen die höchsten Defekte auf

Die Porosität war nicht vom Material abhängig, doch hatte die Form der 3D-Druck Teile einen Einfluss auf die Porosität. Am geringsten war die Porosität bei dem Zylinder, während bei den konischen Objekten die größten Poren zu sehen waren. Kanten und Ecken sind sehr anfällig für Defekte, was am Beispiel der Pyramide und dem Würfel zu erkennen ist.

        

Die Forscher gaben ebenso bekannt, dass auch die Stärke der Wand und ein veränderter G-Code sich auf die Qualität der FDM-3D-Objekte auswirken können.


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Quelle: 3druck.com

Waffen aus 3D-Drucker, Additive Fertigung

Waffen aus dem 3D-Drucker? Gerichtsurteil der USA

Waffen aus dem 3D-Drucker – Gerichtsurteil Juni 2018

Ende Juni hat ein Gerichtsurteil die Pläne für Waffen aus dem 3D-Drucker legalisiert.

Zurück zum Anfang:
2012 entwickelte ein Mitarbeiter der Firma Defense Distributed eine 3D-gedruckte Pistole. Die Daten des 3D-Modells bot er online zum Download an. Er verstieß gegen das Waffenexportgesetz der USA und ihm wurde das Publizieren der Daten verboten. Defense Distributed setzte sich daraufhin erfolgreich durch und es kam zu einer Einigung für die Veröffentlichung der Daten. Der Mitarbeiter hatte zusätzlich einen Schadensersatz von 40.000 Dollar erhalten.

„Der Liberator“

Die Pläne und Daten für den „Liberator“ können ab 01. August kostenfrei heruntergeladen werden.

Der Kampf geht weiter

Non-Profit Organisationen haben ein Statement veröffentlicht, indem eine einstweilige Verfügung gegen die Publikation der Baupläne gefordert wird. Die Waffen verstoßen, laut Organisatoren, gegen den „Undetectable Firearms Act“. Ein Gesetz aus dem Jahr 1988, unter der Regierungszeit von Ronald Reagan, indem die Herstellung, der Verkauf, Import, Versand, die Lieferung, der Besitz, die Übertragung und der Erhalt von Waffen verboten wurde.

Erste Unternehmen kritisieren das Gerichtsurteil

Der kalifornische 3D-Druck Dienstleiter 3Diligent gab bekannt, dass er keine 3D-gedruckten Waffen drucken wird und andere Unternehmen seinem Beispiel folgen sollen. Neben Defense Distributed gibt es weltweit verschiedene Gruppen, die sich auf die Herstellung 3D-gedruckter Waffen spezialisiert haben. Manche drucken nur Teile von Waffen, andere drucken ganze Waffen.

Momentan können mit Standard FDM-3D Druckern, die man unter 500€ erhält, viele Waffenmodelle nicht gedruckt werden. Die Drucker sind unpräzise und das Material verzieht sich leicht.
Modelle wie der Liberator, mit denen erfolgreich geschossen wird, wurden mit industriellen 3D-Druckern gefertigt.
Schon vor der legalen Veröffentlichung der Waffenpläne fand man diese über Google. Wer eine Waffe mit dem 3D-Drucker fertigen will und den Willen dazu hat, wird es trotz Verboten schaffen. Nur Gesetze können eine Verbreitung reduzieren.

Druckertypen für das FDM Verfahren

Quelle: www.3druck.com